Voithenberghammerdas Vereinsheim der Pastritztaler
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Ein ungewöhnliches Jahr geht dem Ende zu

Ein ungewöhnliches Jahr geht dem Ende zu

Zusammenfassung:

Das war ein Jahr mit sehr wenigen Ereignissen und traditionellen Veranstaltungen. Doch was konnte trotzdem organisiert werden?

Ein Jahr mit sehr wenigen Ereignissen, Veranstaltungen und Zusammenkünften im Verein. Ein Jahr (fast) ohne Tracht. Ein Jahr ohne Volkstanztreffen, ohne Maibaum aufstellen und Maiandacht, ohne Johannifeuer und Hammerschmiedfest, ohne Arberkirta und „Gemma furth“. Ja sogar ein Jahr ohne Ostern und Drachenstich. Es wird auch ein Jahr ohne Adventfeier für die Senioren und ohne Pastritztaler Christkindlmarkt.

Dabei hat es so vielversprechend angefangen: Zum Jahresbeginn gabs ein Frühstücksbuffet, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Mit dem SchaGra-Ball und dem Chodenball wurden zwei traditionelle Faschingsbälle besucht. Beim Kinderfasching im Februar war die Hammerschmiede voll ausgelassener Gäste. Einige von uns besuchten den Gaustammtisch in Grafenwiesen. Die vorerst letzte Aktion im Vereinsheim war der musikalische Frühschoppen am ersten Sonntag im März. Dabei sollte das Jahr 2020 wieder ein sehr ereignisreiches Jahr werden.

Doch dann kam das Unvorstellbare. Corona machte all den Plänen ein Ende. Nicht einmal unsere Jahreshauptversammlung im März durfte mehr stattfinden. Ausgangssperre! Man durfte nicht mehr zu seinem Trachtenverein, man durfte nicht einmal mehr das Vereinsheim betreten! Die Ungewissheit war allgegenwärtig. Wie wird es weitergehen? Wie lange wird dieser Ausnahmezustand dauern? Was darf man und was nicht?

Ein großes Lob möchten wir den Verantwortlichen der Jugendarbeit aussprechen. Da keine Kinder- und Jugendproben mehr stattfinden durften haben die Jugendleiter Andreas und Alina mithilfe der Jugendsprecher sehr viel Kreativität bewiesen, um die Kinder in dieser ungewissen Zeit bei Laune zu halten. Sei es die Schnitzeljagden, ein Malwettbewerb, Bastelvorschläge für zuhause zum Nachbasteln und einiges mehr. Sogar mit „Bavarian Linedance“ haben sie es versucht.

Als sich die Situation im Juli wieder etwas entspannte, gab es auch die ersten Versuche zurück zur Normalität. Hygienekonzepte wurden geschrieben, Schmiedevorführungen wurden unter gewissen Auflagen wieder durchgeführt und zum Frühschoppen trafen sich die Vereinsmitglieder wieder – mit Abstand.

Ein sakrischen Dank gilt den Schmieden, die unter nicht alltäglichen Bedingungen die Vorführungen hielten und sich um das Wasserrad tatkräftig kümmerten. Auch die Goislschnalzer probten im Sommer fleißig, um das im Schnalzerkurs in Holzhausen Erlernte zu vertiefen. In einer Vorstandschaftssitzung gab es vorsichtige Planungen für das zweite Halbjahr. Beim Jahrtag wollte man die ausgefallene JHV und die Ehrungen nachholen, doch eine Zusammenkunft mit so vielen Mitgliedern war auch im Herbst noch nicht möglich. Wie es mit dem Drescherfest, das turnusgemäß nächstes Jahr stattfinden sollte, ausschaut, weiß niemand.

Und nun, im November, die zweite Welle mit einem Lockdown light. Keine Weihnachtsfeiern im Advent, keine Christkindlmärkte, keine Veranstaltungen.

Vielleicht ist es aber auch eine Chance. Vielleicht erleben wir die Advents- und Weihnachtszeit bewusster und stressfreier als in den vergangenen Jahren. Vielleicht denken wir heuer noch mehr an diejenigen, denen es nicht so gut geht.

Liebe Mitglieder, wir hoffen jedenfalls, dass es euch allen gut geht und ihr diese Krise einigermaßen gut überstanden habt und noch meistern werdet. Wir wünschen euch eine besinnliche Vorweihnachtszeit und hoffen auf ein Wiedersehen in Neuen Jahr!